Staat unterstützt Obstbauern – Antragstellung jetzt möglich


Der späte Frost im April dieses Jahres hat auch in unserer Region zu starken Schäden vor allem im Obstanbau geführt. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat deswegen nun ein staatliches Hilfsprogramm für die vom Frost geschädigten bayerischen Obstbauern aufgelegt. Die Antragsunterlagen können ab sofort online abgerufen werden.

Mitte April gab es Nächte mit bis zu minus 7 Grad Celsius. Vor allem die Obstbauern rund um den Brombachsee verzeichnen dadurch sehr hohe Ausfälle bei der Kirschernte.
„Auch mich haben schon einige Obstbauern der Region um staatliche Unterstützung gebeten, woraufhin ich im Landwirtschaftsministerium mit Nachdruck nach einem staatlichen Hilfsprogramm gefragt habe. Nach Auswertung der Wetterdaten konnte man feststellen, dass die tiefen Temperaturen im April einer Naturkatastrophe gleichkommen.

Hinzu kommt, dass die Schäden nicht zu annehmbaren Bedingungen versicherbar gewesen wären. Aus diesen Gründen wurde nun ein staatliches Hilfsprogramm aufgelegt“, verdeutlicht der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal.

Die Unterlagen für die Antragsstellung können auf der Homepage des Landwirtschaftsministeriums abgerufen werden. (http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/007461/index.php)

„Die Antragstellung ist bis zum 15. Dezember 2017 möglich. Der Freistaat lässt seine Obstbauern in dieser Notsituati-
on nicht im Stich und wird ihnen mit diesem umfassenden Hilfsprogramm finanziell unter die Arme greifen“, versichert Westphal.

Die wichtigsten Informationen zum Hilfsprogramm hier noch einmal stichpunkartig zusammengefasst:

• Förderberechtigt, wenn entstandener Schaden mehr als 30 Prozent der normalen Naturalerzeugung des landwirtschaftlichen Unternehmens beträgt
• maximal 50 Prozent Ausgleich bei bis zu 100.000 Euro Schadenssumme
• Härtefallregelung bei Schäden über 100.000 Euro, wenn Fortführung des Betriebs bedroht und Liquiditätssicherungsdarlehen notwendig: bis zu 50 Prozent Ausgleich. Bei diesen Härtefällen ist die Zuwendung allerdings auf 150.000 Euro pro Antragsteller begrenzt.
• Wenn kleine Betriebe durch die Ernteausfälle existenziell bedroht sind, kann der Entschädigungssatz auf bis zu 80 Prozent erhöht werden.

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